AUGEN AUF! - 100 JAHRE LEICA FOTOGRAFIE

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Ilse Bing: Selbstportrait in Spiegeln, 1931 ©Leica Camera AG

Achtung - Fotografen und Liebhaber der Kleinbildkunst aufgepasst!
Anlässlich des 100jährigen Geburtstags der Leica Kamera zeigen die Deichtorhallen im Haus der Photographie vom 24. Oktober 2014 bis Januar 2015 die Ausstellung  Augen auf! - 100 Jahre Leica Fotografie.

Vor etwas mehr als hundert Jahren, im März 1914, stellte Oskar Barnack, seinerzeit Feinmechaniker bei Ernst Leitz, das erste funktionstüchtige Modell einer Kleinkamera für 35mm-Kinofilm fertig - und die Leica ( eine Zusammensetzung des Namens Leitz und dem Begriff Camera) war geboren!
Damit war allerdings nicht einfach nur ein neuer Fotoapparat erfunden: die kleine, verlässliche und aufgrund ihrer Größe stets einsatzbereite Leica markierte einen Paradigmenwechsel in der Fotografie.
Sie gestattete Amateuren, Quereinsteigern -oder auch emanzipierten Frauen- einen leichten Zugang zur Fotografie und ließ das Fotografieren zum selbstverständlichen Teil des Alltags werden. Die Leica war so etwas wie die Antwort der Fotografie auf die auftretenden Bedürfnisse einer neuen, dynamischen Zeit.

Ur - Leica von 1914 © Leica Camera AG
Die von Hans-Michael Koetzle [München] kuratierte  Ausstellung Augen auf! - 100 Jahre Leica umfasst rund 500 Fotografien, ergänzt um dokumentarisches Material wie Zeitschriften, Magazine, Bücher, Werbemittel, Broschüren, Kameraprototypen und Filme, die die Geschichte der Kleinbildfotografie von den Anfängen bis in unsere Tage rekapitulieren.
In vierzehn Kapiteln werden unterschiedliche Aspekte der Kleinbildfotografie beleuchtet - von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen.

Ulrich Mack: Wildpferde in Kenia, 1964 ©Ulrich Mack, Hamburg/Leica Camera AG
Jeff Mermelstein - Sidewalk, 1995 ©Jeff Mermelstein
Heinrich Heidersberger: Laederstraede, Kopenhagen 1935 ©Institut Heidersberger,
www.heidersberger.de
Die Ausstellung unternimmt zum ersten Mal den Versuch, den durch die Erfindung bzw. Markteinführung der Leica provozierten Umbruch in der Fotografie umfassend darzustellen. Dabei wird die Geschichte der Kamera nicht isoliert betrachtet, sondern der Blick richtet sich vor allem auf die durch die technische Innovation ausgelöste visuelle Revolution. Aus kunst- und kulturgeschichtlicher Perspektive wird gefragt, wie sich durch die Leica und das Kleinbild das fotografische Sehen verändert hat, welche Auswirkungen die Miniaturisierung der Fotografie auf das Schaffen von Amateuren, Künstlern und Fotojournalisten hatte. Und nicht zuletzt, welche neuen Themen die Systemkamera mit ihrer breiten Palette an Wechselobjektiven erschlossen hat bzw. wie eingeführte Themen auf neue Art gesehen wurden: eine andere Wahrnehmung der Welt durch den Leica Sucher.

Gezeigt werden Arbeiten international bekannter Leica Fotografen [Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Christer Strömholm, Robert Frank, Bruce Davidson, William Klein, Alex Webb, William Eggleston, Sergio Lorrain, René Burri, Thomas Höpker, Bruce Gilden] aber auch weniger bekannte Aufnahmen von Amateuren oder Künstlern, deren Namen bis dato nicht wirklich mit dem Thema Kleinbild in Verbindung gebracht wurden, wie Ilka Ehrenburg, Alfons Walsw, Ben Shahn oder George Grosz.
Wichtige, teilweise noch nie gezeigte Leihgaben kommen aus dem Werksarchiv der Leica Camera AG Wetzlar, aus internationalen Sammlungen und Museen sowie von privaten Leihgebern [Sammlung F.C.Gundlach, Sammlung Skrein, Sammlung WestLicht].

Alfred Eisenstaedt: VJ Day, Times Square, NY, 14.August 1945
©Alfred Eisenstaedt, 2014

AUGEN AUF! - 100 JAHRE LEICA FOTOGRAFIE
24. Oktober 2014 - 11. Januar 2015
Deichtorhallen Hamburg / Haus der Photographie, Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg
Stadtplan

Di – So: 11 – 18 Uhr
Jeden 1. Do im Monat: 11 – 21 Uhr
Telefon: +49 40- 32 10 30
Email: info@deichtorhallen.de

Fotos: Pressefotos via Deichtorhallen Hamburg

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