EVENT-TIPP: klub katarakt – DAS FESTIVAL FÜR EXPERIMENTELLE MUSIK

18:58



Ahoi
- und an dieser Stelle nochmal ein frohes neues und aufregendes Jahr für euch alle!

2014 ist gerade mal ein paar Tage alt und ich weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich hänge immer noch irgendwo zwischen 2013 und 2014 und bin noch nicht 100%ig im neuen Jahr angekommen. Denn irgendwie ist bisher noch nicht sonderlich viel passiert... - doch das wird sich nun bald ändern, denn es stehen endlich wieder spannende Events und Aktionen an!
Ein ganz besonderes Festival, welches auch kürzlich vom Kulturportal Deutschland zu einem der Januar-Musik-Highlight 2014 gekürt wurde, möchten wir euch deshalb gleich in unserem ersten Post in 2014 ans Herz legen:
Vom 15. bis 18. Januar findet im [k]KAMPNAGEL erneut der klub katarakt statt.
klub katarakt ist das Hamburger Festival für experimentelle Musik, welches neue Dimensionen der musikalischen Wahrnehmung erforscht und erschließt. Das ehemals von Kompositionsstudenten der Hochschule für Musik und Theater gegründete Festival fand erstmals im November 2005 statt und hat sich seitdem über die Grenzen Hamburgs hinaus als wichtiger Bestandteil der experimentellen Musikszene etabliert. Hier haben sich in den vergangenen acht Jahren die Szenen der Neuen, experimentellen und elektronischen Musik mit Videokunst und Rauminstallation verwoben.
Das Motto, unter dem die beiden künstlerischen Leiter des klub katarakt Jan Feddersen und Robert Engelbrecht im Dialog mit internationalen Gastkünstlern und Positionen jenseits der akademischen Schulen in diesem Jahr auf Kampnagel führen, lautet Antipoden.


Antipoden - das steht wissenschaftlich für zwei sich auf der Erdoberfläche gegenüberliegende Punkte, so dass man zwischen diesen beiden Punkten eine gerade Verbindungslinie durch den Erdmittelpunkt legen könnte - alles ist verbunden.
Antipoden im übertragenen Sinne sind aber auch Menschen mit gegensätzlichen Meinungen und Standpunkten. Folgt man der wörtlichen Übersetzung "Gegenfüßler", stößt man auf die im Altertum und Mittelalter verbreitete Vorstellung eines Wundervolks, dessen Füße nach hinten zeigen. Diese Antipoden schreiten voran, indem sie rückwärts gehen - und bewegen sich zurück, wenn sie vorwärts gehen.
Die Idee ist, dass auch das Publikum beim Festival auf Antipoden verschiedenster Art stoßen wird (und soll), um dabei festzustellen, dass vieles, das auf den ersten Blick gegensätzlich oder unvereinbar scheint, sehr wohl auch zusammen "geht".

Die vier Abende von Mittwoch bis Samstag sind unterteilt in WEST, OST, NORD und LANGE NACHT und bieten ein vielschichtiges Line-Up, das ein breites Publikum ganz unabhängig von Alter oder Szenenbackground anspricht.

WEST
Mittwoch, 15. Januar 2014
19:30h Hommage à Phill Niblock
22:30h DJ Alexa D!Saster

Die Eröffnung des Festivals am Mittwoch, den 15.Januar, ist dem New Yorker Komponisten und Videokünstler Phill Niblock gewidmet. Die Eröffnung ist als begehbare Konzertinstallation angelegt, d.h. dies wird ein Werk für drei Ensembles in drei Hallen werden. Phill Niblock wird als Ehrengast anwesend sein.

Foto: Christina Hansen

OST
Donnerstag, 16. Januar 2014
19:30h La Monte Young: Just Charles & Cello in The Romantic Chord (2003)


NORD
Freitag, 17. Januar 2014
18:00h Podiumsgespräch mit Matthias Kaul
19:30h Matthias Kaul: Relax (2006)
21:30h Nachtkonzert: Ensemble neoN (Oslo)

Der dritte Festivaltag präsentiert nach Phill Niblock den zweiten composer in residence des diesjährigen Festivals Matthias Kaul. Kaul ist ein international bekannter Komponist, Schlagzeuger und Performer und gehört zu den herausragenden Gestalten der Neuen Musik im norddeutschen Raum. Gemeinsam mit dem von ihm mitgegründeten Ensemble L'art pour l'art führt er Relax (2006) auf, ein absurdes Musiktheater.
In einem Podiumsgespräch vor dem Konzert wird Kaul über Relax und seine Arbeit im Allgemeinen sprechen.

Foto: Christina Hansen
LANGE NACHT 
Samstag, 18. Januar 2014
20:00h Neue Kompositionen des katarakt-Netzwerks
00:00h Makino Takashi
01:00h Sutsche DJ-Kollektiv

Die Lange Nacht, Ursprung des klubs, zeigt neueste Arbeiten der hiesigen Hamburger Szene und internationaler Gäste. Sie ist der tradiotionelle Abschluss des Festivals und spannt einen Bogen von Neuer Musik bis hin zu elektronischer Tanzmusik. Dazu werden einige experimentelle Kurzfilme gezeigt, kuratiert von Giuseppe Gagliano von der KurzFilmAgentur Hamburg. Die Highlights 2014 sind u.a.

  • das Stark Bewölkt Quartett (Hamburg)
  •  Makino Takashi (Tokyo), Gewinner des Internationalen Wettbewerbs 2013 des Kurzfilmfestivals Hamburg mit einer neuen Sound-/Videoarbeit
  • eine Aufführung von Go Guitars (1981), einem Werk für fünf E-Gitarren der amerikanischen Komponistin Lois V Vierk gespielt von Mitgliedern von Boyds Elektro Gitarren Orchester
  • das DJ-Kollektiv Sutsche
Foto: Christina Hansen
Eine detaillierte Programmübersicht findet ihr hier sowie weitere Infos zu den jeweiligen Künstlern und deren Performances.
Tickets könnt ihr entweder telefonisch über das Kartentelefon unter der Nummer 040 - 270 949 49 bzw. vial Email an tickets@kampnagel.de bestellen oder von Mo-Sa 13-18h an der Tageskasse auf Kampnagel sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen käuflich erwerben.
Die Tagestickets sind für 15€ zu haben (ermäßigt für Schüler, Studenten, Zivil- und Wehrdienstleistende bis zum vollendeten 30.Lebensjahr sowie Auszubildende, Sozialhilfeempfänger, Rentner und Erwerbslose mit entsprechendem amtlichen Ausweis 8€), der Festivalpass für alle vier Veranstaltungsabende liegt bei 30€ (ermäßigt 15€).

Da ich selbst mal wieder arbeiten muss, weiß ich noch nicht, ob ich an allen Abenden auf Kampnagel anwesend sein werde, die Eröffnung am Mittwoch sowie die LANGE NACHT sind auf jeden Fall fest eingeplant - und dann darf u.a. auch GETANZT werden...hier schon mal der Festival-Trailer zum Warm-werden. See you there!



klub katarakt 2014
Festival für experimentelle Musik, Hamburg
Motto: Antipoden
15. - 18. Januar 2014
Kampnagel [khm, P1, K4], Jarrestraße 20, 22303 Hamburg
Stadtplan

Haltestelle: Bus 173 Jarrestraße (Kampnagel)
Telefon: +49 40 270 949 0
Email: mail@kampnagel.de
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Text: Miriam / Fotos: klub katarakt Press Release // Christina Hansen

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